Englisch lernen an der Volkshochschule (VHS)

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Viele Menschen wollen oder müssen ihre Sprachkenntnisse auch nach Schule/Studium ausbauen und festigen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Während manche die Sprachkenntnisse für den Beruf brauchen, lernen andere um sich auf den anstehenden Urlaub vorzubereiten. Genauso vielfältig sind die Möglichkeiten Englisch zu lernen und es fällt schwer den Überblick zu behalten und das passende Angebot zu finden. Die Volkshochschule (VHS) ist eine dieser  vielen Möglichkeiten. In diesem Artikel möchte ich Vor- und Nachteile von Englisch-Sprachkursen an der VHS aufzeigen, Tipps zur Auswahl eines Sprachkurses geben und auch euch zu Wort kommen lassen, in dem ich eure Erfahrungen mit dem Englisch-Lernen an der VHS veröffentliche.

Informationen zu den Volkshochschulen

Die Volkshochschulen in Deutschland sind gemeinnützige Einrichtungen, die auf dem Gebiet der Weiterbildung tätig sind. Auch wenn viele Volkshochschulen in übergeordneten Verbänden zusammengeschlossen sind, so ist doch jede Volkshochschule eigenständig.

(Fremd-)Sprachen sind ein bedeutender Teil des Angebotes der VHS und gerade Lernende der lingua franca Englisch können oft zwischen vielen verschiedenen Kursen, die sich bzgl. Inhalt und Schwierigkeitsgrad unterscheiden, wählen.

Vor- und Nachteile des Lernens an der VHS

Generell ist zu sagen, dass es durch die Eigenständigkeit der Volkshochschulen nur sehr schwer möglich ist allgemein gültige Aussagen zu treffen. Die Qualität des Kurses und somit auch der Lernerfolg hängt stark von der jeweiligen VHS und insbesondere auch vom Lehrer des Kurses ab. Oft haben die VHS auch mit Vorurteilen zu kämpfen. Ich denke es lohnt sich in jedem Fall das Angebot der VHS näher anzuschauen und sich Meinungen einzuholen.

Trotz der großen Unterschiede zwischen den einzelnen Volkshochschule, kann man doch einige Vor- und Nachteile festhalten.

Zu den Vorteilen zählen:

  • Die Kurse an der VHS sind gegenüber privaten Sprachschulen deutlich günstiger.
  • Durch die große Verbreitung der Volkshochschulen entfällt in der Regel eine lange Anreise zu dem Sprachkurs.

Nachteile können sein:

  • Viele Fremdsprachen-Lehrer an der VHS sind keine Muttersprachler. So kennen sich diese häufig auch in der Kultur des entsprechenden Landes nicht so gut aus wie ein Muttersprachler.
  • Die Gruppen sind an der VHS in der Regel größer als an privaten Sprachschulen.

Tipps zur Auswahl eines VHS-Sprachkurses

Wie bereits erwähnt, lohnt es sich in meinen Augen das Angebot der VHS einmal näher unter die Lupe zu nehmen.
Wenn ihr Informationen zu dem Sprachkursen einholt, solltet ihr folgende Punkte im Auge behalten:

  • Was möchtest du mit dem Kurs erreichen? Willst du bspw. vor allem viel in Englisch kommunizieren oder soll der Schwerpunkt auf der Grammatik liegen?  Findest du deine Lernziele in den Kursbeschreibungen wieder?
  • Wie groß ist die Gruppe? Kannst du dir vorstellen, dass du bei dieser Gruppengröße deine Lernziele erreichst? Dies ist gerade in Kursen relevant, in denen der Fokus auf der Sprachanwendung liegt (z.B. Konversationskurse).
  • Wer sind die Teilnehmer des Kurses? Welche Ziele verfolgen sie? In der Regel finden die Kurse nicht zum ersten Mal statt, so dass es Erfahrungswerte gibt.  Versuche möglichst einen Kurs zu finden, in dem die anderen Teilnehmer die gleichen Ziele verfolgen. Denn falls du möglichst effizient und schnell Englisch lernen möchtest, wirst du mit Teilnehmern, die sich locker auf den nächsten Urlaub vorbereiten möchten, eher nicht glücklich werden.
  • Welche Qualifikationen besitzt der Lehrer? Ist er Muttersprachler?
  • Wird von der VHS eine persönliche Einstufungsberatung angeboten? Gibt es (Online-) Einstufungstests?
  • Kennst du Personen, die bereits einen Englisch-Kurs an der VHS absolviert haben und die dir einen bestimmten Kurs oder Lehrer empfehlen können?

Erfahrungen mit dem Englisch-Lernen an der VHS

 




Ich habe selbst bisher noch keinen Englisch-Sprachkurs an der VHS gemacht. Daher möchte ich euch bitten eure Erfahrungen hier mitzuteilen. Bitte schreibt einen Kommentar, ich werde eure Meinungen dann in den Artikel übernehmen. Auch über Ergänzungen und Kritik zu dem Artikel bin ich dankbar. 

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Kommentare

6 Kommentare to “Englisch lernen an der Volkshochschule (VHS)”

  1. AKI CSPCAMPUS
    Januar 28th, 2009 @ 17:56

    Die VHS Bitburg bietet ab Februar 2009 Online Selbstlernsprachkurse an. Auf der Website aki.cspcampus.de kann man sich einen Flyer herunterladen und auch einen Testzugang zum Sprachmodul abbonieren.

  2. Englisch Lernsoftware - Englisch Lernen Online
    Februar 2nd, 2009 @ 12:53

    […] Englisch lernen an der Volkshochschule (VHS) […]

  3. Englisch-Zertifikate und Tests - Englisch Lernen Online
    März 31st, 2009 @ 13:39

    […] eine lange Anreise unverhältnismäßig hoch, gerade wenn man bedenkt, dass viele Volkshochschulen mehrere Termine im Jahr zum Ablegen eines Testes anbieten. Bei ca 1000 Volkshochschulen in […]

  4. yurichan
    November 10th, 2011 @ 15:41

    meiner meinung nach, muttersprachler sind nicht immer die beste. natürlich sind sie sehr gut in pronunciation und kennen sich gut mit ihrem land aus. nun, muttersprachler zu sein ist trotzdem keine garantie, dass er seine kenntnisse gut weitergeben kann.

    bei nicht muttersprachler lernt man immer mehr, da diese auch vorher muhsam die sprache gelernt haben. so kennen sie sich super gut aus mit den gramm. fragen, können alles sehr gut erklären und die leute motivieren um mehr zu sprechen (was bei muttersprachlern meistens fehlt, da sie leider keine gute zuhörer und sehr kritisch sind, wenn sie falsche aussprachen gehört haben–dadurch verlieren die TN den mut etwas zu sagen).

  5. Englisch lernen mit Fernunterricht / Fernkursen - Englisch Lernen Online
    März 10th, 2012 @ 19:15

    […] Englisch lernen an der Volkshochschule […]

  6. Renate G. L. Baum
    Mai 10th, 2018 @ 12:41

    Hallo Herr Allkemper,
    habe Ihre tolle Seite durch Zufall im Netz gefunden und bedaure sehr, dass mir das nicht gelungen war, bevor ich im letzten Jahr einen Kursus gebucht hatte bei der VHS, der zur Überschrift hatte, Konversation, Auffrischung von English. Das war für mich genau das richtige, ich wollte mich in meiner geliebten Sprache English, gefühlt meine Heimatsprache, ausdrücken können über Tagesgeschehen, Politik, aktuelle Themen, Kultur andere Ländern usw..
    Die Praxis zeigte, dass die muttersprachl. Lehrerin sich mit dem Kursusteilnehmerinnen, 99,999% Frauen, 1 Mann, über Jahre eine Community geschaffen hat, in der es nur um ihre persönlichen Probleme, Scheidung, deutscher Verwaltungsapparat usw., ging.
    Das bisschen English wurde abgehandelt mit ultra schlecht fotokopierten Artikeln aus „Spotlight“, es wurde vorgelesen bzw. eher runtergerasselt und Sätze ergänzt. Es wurde weder das grammat. Thema erwähnt, noch gab es Hausaufgaben. Zwischenfragen von mir, der Neuen in einem Club, wurden abgebügelt, nicht von der Lehrerin sondern von der ein oder anderen „Freundin“, man schützte die Lehrerin. Mir wurde nach 3 x ganz schnell klar, dass jeder oder jede Neue als Störenfried empfunden wurde und habe bei der VHS nachgefragt, ob ich in einen anderen Kursus wechseln könne. Habe deutlich gemacht, dass man dabei die Bestandstruppe einschwören muss auf einen Neuling, was sozialpsychologisch ja ganz wichtig ist. Das wurde mir zugesichert und innerhalb von ein paar Tagen wechselte ich in einen Kurs, der mit einem Lehrbuch arbeitete von Cornelsen und die Lehrerin auch eine Muttersprachlerin war. Was mir nicht gesagt wurde, dass diese Truppe auch schon 4 oder 5 Jahre zusammen ist und es nicht die geringste Information gegeben haben muss, dass eine Neue kommt. Von den Mobbingaktionen bis hin zu Übergrifflichkeiten was Sitzplatz usw. angeht, will ich gar nicht berichten. Heute weiß ich, dass am Ende eines Kurses diejenigen Mitglieder, die das Lehrpersonal weiter unterrichten möchte, kurz vor Beginn eine Mail bekommt mit Antragsformular. Damit ist schon sicher gestellt, dass die Truppe unter sich bleibt. Ich habe natürlich keine Mail bekommen und bin dann über die VHS gegangen. Dadurch war sichergestellt, dass ich auch am Frühlingskurs von Febr. bis Mai d.J. teilnehmen konnte. Bei dem Herbstkurs wird sich die Truppe andere Tricks ausdenken, mich rauszukicken.
    So lange der Kursus nicht neu aufgelegt wurde und es für alle, die sich frühzeitig angemeldet haben, gleichberechtigte Lernchancen zur Teilnahme gibt, würde ich niemandem, dem es ernsthaft um die Sprache und die englische Kultur geht, einen Kursus bei der VHS – zumindest in dem Bereich, in dem ich lebe – zu buchen. Wenn ein Kaffeekränzchen gesucht wird ja. Und hier ist ja auch klar, es geht um einen Vormittagskurs, an dem können keine Menschen
    Berufstätige teilnehmen.
    Die Ziele sind klar, die VHS hat ihr Geld schon vorher sicher, das Lehrpersonal braucht sich nicht umstellen auf neue Leute mit neuem Kenntnisstand. Es wird auch nicht kontrolliert, ob das Lehrpersonal seinen Job richtig macht. Pädagogische Fähigkeiten gleich Null und pädagogische Fähigkeiten in der Erwachsenenbildung minus. MfG Renate G. L. Baum, 10.5.18

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